Vorlesungsverzeichnis Philosophie - Institut für Philosophie

Regelmäßige schriftliche Übungsauf- gaben, die korrigiert und benotet werden, sollen die Studierenden zur. Übung und Vertiefung ihrer Kompetenzen 

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Stand: 08. Oktober 2019

Bachelorstudiengang Philosophie

1. Studienjahr

Einführung in die Philosophie (2 SWS) Ph-B-P1/1 Veranstaltungsart: Vorlesung

05011001 Mo 10:00 - 12:00 wöchentl. 21.10.2019 - 03.02.2020 Tos.Saal / Residenz Lembeck

Inhalt Niemals könne man die Philosophie, sondern höchstens das Philosophieren lernen, sagt Kant. Die Vorlesung versucht sich an diesem
Verständnis von Philosophie als einer spezifischen "Einstellung" gegenüber der Wirklichkeit zu orientieren, um so ins Philosophieren
einzuleiten, jedoch ohne darüber die Geschichte der philosophischen Wissenschaft aus den Augen zu verlieren. Deshalb auch sollen
unterschiedliche methodische Einstellungen der Philosophie zur Sprache kommen ebenso wie die philosophischen Grunddisziplinen. Auf
diese Weise soll die Vorlesung hilfreich sein, Einblick in die Möglichkeiten und die Ansprüche des Philosophie-Studiums selbst zu
gewinnen.
Hinweise: Achtung : Für Erstsemester ist diese Vorlesung zwingend gemeinsam mit der Übung "Einführung in die formale Logik" zu belegen, da
beide Veranstaltungen mit einer gemeinsamen Klausur abgeschlossen werden.

Einführung in die formale Logik (2 SWS) Ph-B-P1/1 Veranstaltungsart: Übung

05011002 Mo 16:00 - 18:00 wöchentl 21.10.2019 - 03.02.2020 R 28 / Residenz 01-Gruppe Bornholdt
Di 18:00 - 20:00 wöchentl 22.10.2019 - 04.02.2020 00.009 / Alte IHK 02-Gruppe Bornholdt
Do 16:00 - 18:00 wöchentl 24.10.2019 - 06.02.2020 00.009 / Alte IHK 03-Gruppe D´Angelo

Inhalt Gute von schlechten Argumenten zu unterscheiden, gehört zu den wichtigsten Aufgaben des Philosophen. Die Logik ist hierbei ein
entscheidendes Hilfsmittel, denn sie ermöglicht dem Philosophen, über die Prinzipien des Argumentierens nachzudenken und seine
eigenen Argumentationen zu verbessern. Der Kurs bietet eine Einführung in die Grundzüge der Aussagen- und Prädikatenlogik und setzt
sich kritisch mit dem Aufbau von Argumenten auseinander. Kursarbeit: wöchentliche Übungsaufgaben und Klausur.
Hinweise Achtung : Erstsemester müssen diese Übung zwingend gemeinsam mit der Vorlesung "Einführung in die Philosophie" belegen, da beide
Veranstaltungen mit einer gemeinsamen Klausur angeschlossen werden.

Epochen, Werke, Autoren (2 SWS) Veranstaltungsart: Seminar
05011003 Di 12:00 - 14:00 wöchentl. 22.10.2019 - 04.02.2020 R 28 / Residenz 01-Gruppe Fischer
Ph-B-P1/2 Mi 08:00 - 10:00 wöchentl. 23.10.2019 - 05.02.2020 R 28 / Residenz 02-Gruppe Heuft

Mo 14:00 - 16:00 wöchentl. 21.10.2019 - 03.02.2020 00.009 / Alte IHK 03-Gruppe Lembeck

Do 10:00 - 12:00 wöchentl. 24.10.2019 - 06.02.2020 R 28 / Residenz 04-Gruppe Ziegler

Di 14:00 - 16:00 wöchentl.
22.10.2019 - 04.02.2020
00.009 / Alte IHK 05-Gruppe Röttig

Gruppe 01: Neuplatonismus
In diesem Seminar werden wir diverse Texte aus der neuplatonischen Tradition lesen, um so einen Einblick in die Theorien des
Neuplatonismus zu erhalten. Dabei werden wir uns voraussichtlich auf Texte der Antike und der arabischen Philosophie des Mittelalters
konzentrieren.
Hinweis: Ggf. wird ein Teil der Seminartexte in englischer Sprache verfasst sein.
Gruppe 02: Aufklärung
Mit 'Aufklärung' wird in der Philosophie sowohl eine Epoche wie eine bestimmte Geisteshaltung bezeichnet. Beide Aspekte kommen in
Kants berühmter Schrift 'Beantwortung der Frage: Was ist Aufklärung?' von 1784 zusammen. Doch ist die Aufklärung weder auf den
deutschen Sprachraum begrenzt, noch ist sie als Epoche schlicht überholt. Gerade in den letzten zwei Jahrzehnten findet man wieder
vermehrt die Forderung, sich auf dieses Erbe zu besinnen. Wir werden in diesem Seminar kürzere Texte bzw. Textauszüge von der
Aufklärungszeit bis zur Gegenwart lesen. Dabei kommen sowohl Befürworter der Aufklärung wie deren Kritiker zu Wort.
Gruppe 03: Philosophische Anthropologie im 20. Jahrhundert
Während die humanwissenschaftliche Forschung des 19. und 20. Jahrhunderts ein Wissen um das, was der Mensch sei, voraussetzen
und vor allem seine äußeren Merkmale, Lebensbedingungen oder kulturellen Leistungen untersuchen, macht sich die Philosophische
Anthropologie dieses als selbstverständlich gesetzte Wissen um den Menschen zum eigenen Problem. Sie fragt nach dem Menschen "im
Ganzen". Dieses "im Ganzen" kann zweierlei bedeuten: einmal die integrale Perspektive auf den einen Menschen "als solchen", seiner
Wesensauszeichnung nach. Zum anderen kann nach der Stellung des Menschen "im Ganzen" des Seins gefragt werden, nach seiner
Stellung in der Welt. Denn wirklich philosophisch wird die Anthropologie erst mit dieser umfassenden Frage nach dem Verhältnis von
Mensch und Welt.
Das Seminar wird sich ausgewählten Protagonisten der Philosophischen Anthropologie im 20. Jahrhundert widmen: Max Scheler,
Helmuth Plessner, Arnold Gehlen und Ernst Cassirer, deren Positionen eingerahmt werden von Texten Immanuel Kants und Wilhelm
Schapps.
Gruppe 04: Frühe Neuzeit
Im 17. J h. wurden die Grund lagen der modernen Ph ilosophie g elegt und Fragestellungen aufg eworfen, die zum Teil bis heute die
Philosophie bestimmen. Wir werden ein paar der wichtigsten Autoren kennenlernen, wobei der Schwerpunkt auf der rationalistischen
Tradition liegen wird. Beginnen werden wir mit Descartes, mit dem die neuzeitliche Philosophie einsetzt. Auf die Probleme, die Descartes
aufwirft, antworten in origineller Weise Leibniz und Malebranche. Zum Schluss soll mit einem Seitenblick auf Pascal verdeutlicht werden,
dass die neuzeitliche Philosophie von Anfang an begleitet wurde von einer nicht zu unterschätzenden Strömung der Vernunftkritik und
des Zweifels an der Möglichkeit einer wissenschaftlichen Philosophie.
Ein Reader wird zur Verfügung gestellt.
Stand: 08. Oktober 2019
Gruppe 05: Senecas Philosophie der Gefühle
Die Stoiker waren die ersten Philosophen, die eine umfassende Philosophie der Gefühle entwickelt haben. Ihr Standpunkt ist radikal:
Gefühle seien nichts, vom dem wir einfach so überwältigt werden könnten; vielmehr hingen sie von Urteilen ab, für die wir selbst
verantwortlich sind. Dieser emotionstheoretische Kognitivismus wird auch auf den praktischen Umgang mit Gefühlen übertragen. Das
Argument ist dabei, dass bestimmte schlechte Gefühle (wie beispielsweise Wut oder Kummer) nicht therapiert werden könnten, wenn
sie jenseits jeglicher willentlicher Aktivität lägen. Im Seminar wollen wir uns Senecas Version der stoischen Philosophie der Gefühle
erschließen. Er ist der erste Stoiker, von dem wir vollständige Quellen besitzen.

Textanalyse: Antike Philosophie (2 SWS) Veranstaltungsart: Seminar

05011004 Di 10:00 - 10:00 wöchentl. 22.10.2019 - 04.02.2020 R28 / Residenz 01-Gruppe Ziegler
Ph-B-W1 Mi 12:00 - 14:00 wöchentl 23.10.2019 - 05.02.2020 R 28 / Residenz 02-Gruppe Langmeier